„Gemeinschaft entsteht nur dort, wo Verschiedenheit akzeptiert wird.“
Maria Montessori

Regionale & Kommunale Situation

Ausgangslage in Vorarlberg

In Vorarlberg gibt es schon eine Reihe von Schulen, die Reformpädagogik in ihren Schulalltag erfolgreich integriert haben. Die Eltern haben an diesen Schulen die Möglichkeit zu wählen, welche Unterrichtsform sie für ihre Kinder wünschen. Die LeiterInnen dieser Schulen achten darauf, dass die reformpädagogischen Klassen keinen Sonderstatus erhalten. Es wird auf gerechte soziale Durchmischung und ausgewogenen MigrantInnenanteil geachtet.

In unserem innovativen Bundesland bewährt sich schon seit Jahren diese pädagogische Vielfalt erfolgreich. Elf Gemeinden bieten an 18 Schulen in 44 Volksschulklassen und 10 Mittelschulklassen für ca. 1.000 SchülerInnen Unterricht nach Maria Montessori an. Tendenz steigend!

 

Karte_Vlbg

  • VS Augasse Bregenz (Öffentlich)
  • VS Bludenz Mitte (Öffentlich)
  • VS Nenzing (Öffentlich)
  • VS Kirchdorf Lustenau (Öffentlich)
  • VS Mittelweiherburg Hard (Öffentlich)
  • VS Markt Hard (Öffentlich)
  • NMS Markt Hard (Öffentlich)
  • VS Heiligenreuthe Dornbirn (Öffentlich)
  • VS Oberdorf Dornbirn (Öffentlich)
  • VS Ludesch (Öffentlich)
  • VS Latschau – Tschagguns (Öffentlich)
  • VS Markt Hohenems – im Aufbau von drei weiteren Klassen (Öffentlich)
  • VS Marienberg Bregenz (Halbprivat)
  • NMS Marienberg Bregenz (Halbprivat)
  • Altach Freie Montessori (Privat)
  • Lernwerkstatt Mittelpunkt,
  • Montessori Oberland Ludesch (Privat)
  • Hohenems VS Lernart (Privat)
  • Schulstube Höchst (Privat)

 


 

Ausgangslage in Höchst

Höchst ist eine Gemeinde in der sich viele Familien wohl fühlen. BürgerInnen engagieren sich, wollen die Gemeinde mitgestalten, sich einbringen. Im Bereich Bildung wird viel investiert. Die Höchster Kleinkindbetreuung wird sehr gelobt, sie bietet pädagogische Vielfalt und sehr gute Rahmenbedingungen. Die ehemalige Hauptschule wird seit Konzeptänderung zur Mittelschule sehr gerne von Oberstufenschülern gewählt und genießt einen guten Ruf.

An den Volksschulen wird Weiterbildung für das Lehrpersonal hochgeschrieben und pädagogische Vielfalt besteht. Volksschüler sind jedoch nach Sprengel und in Klassen zugeteilt und es besteht ausschließlich in diesem Bildungsbereich keine Wahlmöglichkeit. Insgesamt sind die Schülerzahlen (Geburtenraten) in Höchst sinkend und Zuzug in den nächsten Jahren wird kaum erwartet.

Es gibt zwei öffentliche Volksschulen und eine Privatschule mit Reformpädagogik:

Die VS Unterdorf führt acht Klassen. Im Schuljahr 2015/16 wird das alte Gebäude abgerissen und ein neues Schulhaus nach Clusterkonzept gebaut, das eine zeitgemäße Antwort auf die pädagogischen Herausforderungen der Zukunft möglich macht. Der moderne Schulneubau fordert deshalb ein neu zu entwickelndes Schulkonzept, bei dem die Montessori-Pädagogik aus unserer Sicht eine wichtige Rolle spielen sollte. Übergangsweise wird in Containerklassen unterrichtet werden. Diese Übergangsphase könnte schon als Chance genutzt werden, mit der Umsetzung eines neuen Schulkonzepts zu beginnen. Bisher ist kein inhaltliches Konzept für die neue Volkschule Unterdorf den Bürgern bekannt. Es ist eine Lehrerin mit Montessori-Ausbildung im Unterdorf beschäftigt und Montessori-Material ist vorhanden.

Die VS Kichdorf wird mit 15 Klassen geführt. Im Lehrerteam sind drei Lehrer mit Montessori-Ausbildung. Auch diese Schule ist nach unserer Information mit Montessori-Material ausgestattet.

Ein weiteres Angebot in der Höchster Bildungslandschaft ist die privat organisierte „Schulstube“. Sie verfolgt ein reformpädagogisches Konzept. Durch den privaten Status fallen hohe Beitragszahlungen für Eltern an. Diese zusätzlichen finanziellen Merhrkosten, können von vielen Familien nicht getragen werden. Die Schulstube ist daher trotz pädagogischem Zuspruch für viele keine Option. Die Leitung der Schulstube ist seit mehreren Jahren um Angliederung an die öffentliche Schule bemüht, doch leider wurde dieses Ansuchen bisher abgelehnt.